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04.08.2016 | Christoph Jentzsch

The DAO - Das weltweit erste Unternehmen auf Blockchain ohne jeden Mitarbeiter

„The DAO" ist die technologische Sensation des Jahres. Erstmals wurde auf Blockchain-Technologie ein Unternehmen programmiert, das vollständig ohne Mitarbeiter arbeitet. Es hat keinen Chef und ist nicht stoppbar. The DAO Gründer Christoph Jentzsch war der Shootingstar auf dem Zukunftskongress des 2b AHEAD ThinkTanks. Hier spricht er über den Anfang vom Ende klassischer Unternehmen.

Christopher Jentzsch ist ein deutscher Programmierer aus dem sächsischen Mittweida. Er hat in den vergangenen Monaten möglicherweise etwas geschaffen, das künftigen Generationen als der Prototyp von Zukunftsunternehmen gelten wird: Ein Unternehmen ohne Mitarbeiter!

 

„The DAO“ steht für „Dezentrale Autonome Organisation“. Es ist ein Unternehmen, das ausschließlich über eine Software auf Basis der Ethereum-Blockchain gesteuert wird. Seine Firma funktioniert als Investmentfond. Sie sammelt Kapital ein und investiert das eingesammelte Kapital in Start-ups. Ohne Mitarbeiter. Alle Prozesse und Entscheidungen sind bereits in der Software angelegt: Crowdfunder zahlen Geld in der Kryptowährung Ether ein (einem der Nachfolger von Bitcoin), bekommen dafür Tokens und stimmen in vorbestimmten Wahlen damit ab.

 

Geregelt werden die von den Mitgliedern gewählten Investments durch sogenannte ,Smart Contracts‘. Das sind Transaktionsprotokolle, die ständig und automatisch die Bedingungen eines Vertrages prüfen und bestimmte Punkte ausführen. Die neue Firma „The DAO“ bietet totale Transparenz und totale Anonymität. Sie ist in keinem Land registriert und unterliegt laut Entwicklern keiner Gesetzgebung. Gleichzeitig ist im technisch absolut transparenten Blockchain-Netzwerk zwar jederzeit sichtbar, welches Nummernkonto wann wie viel Geld an welche andere Adresse geschickt hat. Aber es ist nicht bekannt, wer die Person hinter einem Nummernkonto ist.

 

Es gibt keinen Chef. Niemand ist in der Lage den Stecker zu ziehen und den Betrieb einzustellen. Nur wenn alle Token-Inhaber einstimmig beschließen, wird der Betrieb eingestellt. Der 2b AHEAD Innovators Award Gewinner Christopher Jentzsch bezeichnet seine Entwicklung selbst als großes soziales Experiment. Allerdings ein gut finanziertes. Fast 160 Millionen US-Dollar hat „The DAO“ binnen 3 Wochen an Crowdfunding eingesammelt. Facebook brauchte für eine solche Summe mehr als 3 Jahre. Natürlich sind wesentliche rechtliche und ethische Fragen derzeit völlig unklar. Auch der 50 Millionen Hack, der The DAO kurz nach dieser Rede beutelte, verdeutlicht das frühe Entwicklungsstadium der Technologie.

 

Doch genau das ist ein wesentlicher Grund, warum es sich tatsächlich um so etwas wie den Prototypen des „Internets der Zukunft“ handeln könnte, wie der Entwickler sagt. Denn von genau diesen Unsicherheiten wird jeder große Technologiesprung geprägt. Ansonsten wäre es keine Innovation.

 

Erleben Sie weitere visionäre Speaker live und open-air auf dem 2b AHEAD Zukunftskongress am 20. und 21. Juni 2017 in Wolfsburg. Mehr Informationen und Tickets auf: kongress.zukunft.business 

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